22.10.2016, von THW/ Sabrina Strauch

»Mobile Elektrizitätswerke« des Technischen Hilfswerks proben in Mönchengladbach für den Ernstfall

Eine Notstromversorgung für Mönchengladbach wäre am Samstag das geringste Problem gewesen: im Rahmen einer landesweiten Übung des Technischen Hilfswerks rückten gleich 75 Helfer/innen der Fachgruppe Elektroversorgung aus 10 Ortsverbänden mit 6 Stromerzeugern an und probten auf dem Gelände des ehemaligen Nato-Hauptquartiers (JHQ) für den Ernstfall.

Foto: THW/ Sabrina Strauch

Die Fachgruppe Elektroversorgung ist das "mobile Elektrizitätswerk" des Technischen Hilfswerks. Mit ihren leistungsfähigen Stromerzeugern kommt sie dort zum Einsatz, wo vorübergehend größerer Energiebedarf zu decken ist. Neben der Strom-Erzeugung und -Einspeisung sind die Spezialisten dieser Fachgruppe in der Lage, zur Unterstützung der Energieversorgungsunternehmen und anderer Anlagen-/ Netzbetreiber Reparaturen auf der Niederspannungsebene vorzunehmen.

Insbesondere für die Anwohner in Mönchengladbach-Peel dürfte es ein interessanter Anblick gewesen sein, als sich gleich mehrere dieser "mobilen Elektrizitätswerke" ihren Weg durch die kleine Ortschaft bahnten. Ihr Ziel: die Fire Station im ehemaligen Nato-Hauptquartier (JHQ). Dort fand unter der Leitung der THW Geschäftsstelle Olpe, Patengeschäftsstelle der Fachgruppen Elektroversorgung in NRW, die landesweite Übung der Fachgruppen Elektroversorgung statt. 75 THW Helfer/innen aus 10 Ortsverbänden - Aachen, Beuel, Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Mönchengladbach, Oberhausen, Oelde, Siegen, Werne - nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch.

Im Fokus der Übung standen die Themen Messtechnik, Parallelbetrieb von Netzersatzanlagen und das unterbrechungsfreie Verbinden von Kabeln. An den Ausbildungsstationen wurde unter anderem der Umgang mit verschiedenen Messinstrumenten, das Synchronisieren von mehreren, teils unterschiedlichen Stromerzeugern bei Lastwechsel mit und ohne Netzschalter / CANBus sowie die Herstellung von Giesharz-, Gel- bzw. Schrumpfmuffen vertieft.

Damit es selbst in der Hektik eines Katastropheneinsatzes nicht zu einer Gefährdung der ehrenamtlichen THW Helfer/innen kommt, wurden auch die 5 Sicherheitsregeln für das Arbeiten an elektrischen Anlagen - Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen sowie benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken - unter Einbezug der entsprechenden Schutzkleidung noch einmal wiederholt. Die Führungskräfte erhielten zusätzlich eine Auffrischung zum richtigen Verhalten im Einsatz.

Johannes Feiter, Geschäftsführer der THW Geschäftsstelle Olpe, zieht ein positives Fazit der Übung: "Der Einsatz im Katastrophenschutz stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen, umso wichtiger ist es, dass wir die Grundlagen beherrschen und das notwendige Fachwissen schnell abrufen können. Die Helfer/innen der Fachgruppe Elektroversorgung, meist ausgebildete Elektrofachkräfte, bringen vielseitige Erfahrungen sowohl aus ihrem beruflichen Tätigkeitsfeld als auch dem THW-Alltag mit, landesweite Übungen wie diese bieten eine nachhaltige Gelegenheit sich untereinander auszutauschen und die Zusammenarbeit zu stärken."


  • Foto: THW/ Sabrina Strauch

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